In Deinem Lebenslauf finden sich auch viele Hinweise auf Benefizprojekte?

Ja. Ich habe das Glück gehabt, mit vielen Talenten beschenkt worden zu sein. Deswegen bin ich gern bereit, mich für andere einzusetzen, wenn es in meiner Macht steht. Ich habe schon immer gerne für Kinder gearbeitet, aber ein besonderer Auslöser war ein Besuch als Eisprinzessin Lilli in einem Kinderkrankenhaus in Essen.
Das Ensemble hat die Kinderkrebsstation besucht und dort gesungen. Die Kinder haben einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Ein Mädchen war ausgegliedert und lag auf der Intensivstation. Sie hatte sich so sehr gewünscht den Drachen und die Eisprinzessin zu sehen. Wir beide sind dann in diesen gesonderten Bereich zu ihr geführt worden, mussten Überschuhe und Mundschutz anziehen, da sie gerade in Chemobehandlung war. Jede Bakterie war lebensgefährlich für sie. Sie hat sich sehr gefreut und wir haben sie eingeladen, uns zu besuchen, wenn sie aus dem Krankenhaus kommt. Sie ist nie gekommen.


Siehst Du Dich als Spirituellen Menschen?

Ja. Jedoch fühle ich mich immer zuerst als Mensch dem Menschen verpflichtet und nicht einer Religion, auch wenn ich als Christin aufgewachsen bin und einen wunderbaren Pfarrer hatte, der mich viel gelehrt hat. Mir geht es um eine Zusammenführung der Menschen in Respekt und Liebe. Musik zum Beispiel ist dafür etwas Großartiges! Es ist eine direkte Sprache zwischen den Menschen, die keine Barriere kennt. Ich habe in vielen verschiedenen Ländern wunderbare Musiker kennen gelernt, die aus ihrer Seele heraus musizieren. Sie alle haben mich viel gelehrt. Da gibt es keine Worte mehr, das Verstehen ist sprachlos, es passiert einfach. Wunderbar!


Was findest Du an Deinem Beruf als Schauspielerin schön ?

Wenn ich durch meinen Beruf etwas erfahren durfte, dann dass das „Spiel des Lebens im Leben“ selbst Heilung ist. Ich meine damit nicht den Beruf, als Schauspielerin zu spielen oder den der Sängerin ! Den Akt selbst meine ich. Gerade in Deutschland nehmen wir uns im Alltag oft bitterernst und entfernen uns von dem, wie wir wirklich sind.

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